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Schmeichelhaftes Remis gegen starke Schweinbacher

  • Florian Grubhofer
  • 29. Apr.
  • 4 Min. Lesezeit

Vierter Clean-Sheet in Folge, vorne aber zu harmlos – die Union M-TEC Arnreit und die über weite Strecken überlegende Union Schweinbach trennen sich mit 0:0. In der Tabelle änderte sich für beide Mannschaften nichts, Arnreit weiterhin auf Platz fünf, Schweinbach konnte die rote Laterne nicht abgeben und verweilt derzeit noch auf dem letzten Tabellenplatz.


Für beide Mannschaften ging es an einem sonnigen Frühlingssamstag um viel – Arnreit wollte die 30-Punkte Marke unbedingt erreichen, die in der Vergangenheit immer mit einem Nicht-Abstieg reichte, bei Schweinbach war die Devise klar: punkten, punkten, punkten. Schweinbach lag mit 16 Punkten vor Spielbeginn auf dem letzten Tabellenplatz, Vorderweißenbach lag vier Punkte vor ihnen. Die letzte Partie konnten beide Mannschaften mit 1:0 gewinnen, Schweinbach schlug bei einer Flutlichtpartie zuhause den Tabellenzweiten und konnte somit den ersten wichtigen Sieg in der Frühjahrssaison einfahren. Arnreit schlug Oberneukirchen auswärts nach viel K(r)ampf und holte sogar schon den zweiten Sieg im Frühjahr. Das Nachtspiel am 19.09.2025 ging ebenfalls aus Sicht der Arnreiter 1:0 aus – Goldtorschütze Kevin Aiglstorfer bescherte den Arnreitern einen Auswärtssieg gegen Schweinbach, damals der zweite Sieg im sechsten Saisonspiel.


Man merkt den Schweinbachern die Punktenot an, da sie sehr explosiv in die Partie starten. Schon in der ersten Minute gibt es die Schrecksekunde auf Arnreiter Seite, Dominik Neumüller rutscht der Ball nach einem langen Abschlag durch die Hosenträger, Manfred Gahleitner klärt noch vor Ufuk Yilmaz. Die Gäste bleiben bissig und haben nach gut zehn Minuten die nächste gute Chance. Bernhard Plank ist nach Steckpass an der linken 16er Kante durch, sein Abschluss in die lange Ecke fällt viel zu schlecht aus, daher kein Problem für den Arnreiter Schlussmann. Arnreit hat die ersten Minuten verschlafen, doch die Partie wird immer ausgeglichener, hinten lassen die Orange-Schwarzen immer weniger zu, nach vorne kommt jedoch wenig zustande. Der Schweinbacher Abwehrriegel steht sehr kompakt, kein Durchkommen für die Heimischen, Schweinbach strahlt immer wieder Gefahr durch Konter aus. In der 30. Minute feuert Andreas Haslmaier aufs Gehäuse von Dominik Neumüller, der kann den Schuss parieren, beim Abpraller steht Nico Kaltenberger im Abseits. Danach tut sich nicht mehr viel, Schiedsrichter Aleksander Joldzic bittet zum Pausentee.


Die zweite Hälfte beginnt ähnlich wie die erste, Schweinbach überlegen, Arnreit im Tiefschlaf. Nach einer Ecke kommt Marcel Pichler irgendwie an den Ball, sein Abschluss aus kurzer Distanz wird stark von Dominik Neumüller an die Latte gelenkt, das hätte die Führung sein müssen. Wenig später erneut die Gäste, Nico Kaltenberger bringt den Ball flach von der rechten Seite Richtung Ufuk Yilmaz, erneut heißt die Endstation Dominik Neumüller – sein Schuss in die kurze Ecke kann gehalten werden. Schweinbach ist überlegen, noch kein nennenswerter Abschluss der Heimischen auf das Tor von Schlussmann Moritz Lüftner der war mehr oder weniger arbeitslos an diesem Samstagnachmittag, Grund dafür ist aber auch die hervorragende Defensive von Schweinbach. Ab der 70. Minute die nächsten Chancen für Schweinbach, zuerst Handspielreklamation im Arnreiter 16er, von der Tribüne siehts sehr verdächtig aus, der Schiedsrichter lässt sich aber von dem Geschreie des Schweinbacher Auswärtssektors nicht drausbringen und sieht keinen Grund zu pfeifen, meiner Meinung nach hätte man einen Elfmeter durchaus geben können. Danach kommt der eingewechselte Oliver Pilz nach einem Tiefenpass zum Abschluss, jedoch rutscht der Ball knapp links an der Stange vorbei. Fünf Minuten später darf es Gregor Bodingbauer probieren, auch sein Abschluss wird von Man-of-the-Match Dominik Neumüller gehalten. Schweinbach drückt und drückt und drückt, die Eisner-Iosim Elf kann sich kaum noch befreien, mit einem 0:0 wäre man durchaus nach den hochkarätigen Chancen von Schweinbach gut bedient. Und so kommt es auch, Arnreit gibt über 90 Minuten keinen nennenswerten Torschuss ab, Schweinbach kann die Krake Dominik Neumüller nicht bezwingen und das Spiel endet in ein torloses Remis. Die Worte von Wolfgang Klapf „Unterm Strich ist das Unentschieden für uns nicht zufriedenstellend“ sind nachvollziehbar, ein Sieg wäre mehr als verdient gewesen.


Nächste Woche wartet auf die Union M-TEC Arnreit die nächste richtungsweisende Aufgabe: Auswärts gegen Admira Linz gilt es, offensiv wieder deutlich gefährlicher zu werden, um die angestrebte 30-Punkte-Marke endgültig zu knacken. Die Linzer kommen nach einer Niederlage gegen St. Oswald/Fr. ebenfalls mit Wut im Bauch in die Partie, was ein intensives Duell erwarten lässt. Arnreit wird sich vor allem im Angriff steigern müssen, denn eine ähnlich harmlose Vorstellung wie gegen Schweinbach wird gegen einen motivierten Gegner wohl kaum für Zählbares reichen. Gleichzeitig kann man auf der stabilen Defensive aufbauen – gelingt es, vorne mehr Durchschlagskraft zu entwickeln, ist ein wichtiger Schritt Richtung 30-Punkte-Marke durchaus möglich.



Bezirksliga Nord, Runde 20

SK Admira Linz vs. Union M-TEC Arnreit

Samstag, 2. Mai

15:00 Uhr (nur KM)

Sportplatz SK Admira Linz



Reserve: Arnreit/Neufelden - Sportunion Schweinbach 0:3 (0:1)


Vorerst auf ein weiteres Erfolgserlebnis warten heißt es indes für Arnreits Reservemannschaft. Die Elf von Trainer Georg Lindorfer ging als klarer Außenseiter in das Heimspiel gegen den Tabellendritten, bot den Urfahranern jedoch insbesondere in Halbzeit eins über weite Strecken Paroli. Einziges Manko aus Arnreiter Sicht: Man kann sich für eine durchaus ansprechende Leistung nicht belohnen. So geht der einzige Treffer des ersten Abschnitts auf das Konto der Gäste, die dank eines Kopfballtreffers von Maximilian Sigl in Minute vierundzwanzig mit einer knappen Führung die Halbzeit gehen. Nach dem Seitenwechsel reißt auf Seiten der Gastgeber dann der Spielfluss, man agiert viel mit weiten Bällen in die Spitze und findet so keine Mittel mehr gegen eine sicher stehende Schweinbacher Hintermannschaft. Die Gäste indes wissen die sich bietenden Gelegenheiten weiterhin in Zählbares umzumünzen. Maximilian Sigl mit seinem zweiten Treffer des Tages und Fabian Johannes Winklehner machen mit einem Doppelschlag in Minute 74 und 79 aus Sicht des Favoriten alles klar. Am Ende steht ein verdienter, vielleicht aber etwas zu hoher Sieg für den Tabellendritten zu Buche, während die Orange-Schwarzen weiterhin auf ihren vierten Saisonsieg warten müssen.




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