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  • Autorenbildjan Hofer

Saisonfinale mit fadem Beigeschmack

Unsere Burschen können die Saison in der heimischen M-TEC Arena gegen Altenberg leider nicht mit einem positiven Ergebnis beenden. Ein von den mitgereisten Fans angepeitschter Gegner aus Altenberg erkämpft mit viel Leidenschaft und Einsatzbereitschaft einen 0:3 Auswärtserfolg und den schon außer Reichweite geglaubten rettenden Relegationsplatz.


Das Arnreiter Team hat nach schwachem Start in die Frühjahrssaison erst ab der 20. Runde mit einem wichtigen Sieg gegen Vorderweißenbach richtig in die Spur gefunden. In den nächsten Spielen können wichtige Big Points gegen Freistadt und Gallneukirchen eingefahren werden. Zum Abschluss der Saison ist aber gegen Lembach und Julbach wieder etwas Sand ins Getriebe gekommen, auswärtige Hilfe aus Königswiesen fixierte aber unseren Orange-Schwarzen am Donnerstag den Ligaverbleib. Für Altenberg ist die Ausgangslage nicht so rosig, schließlich steht man weiterhin auf dem letzten Tabellenplatz und kann den Klassenerhalt aus eigener Kraft nicht mehr schaffen. Dass die kleine Chance auf einen Nicht-Abstieg überhaupt gewahrt werden konnte, gleicht einem kleinen Wunder. Mit einem fulminantem Saisonfinale, drei Siege aus vier Spielen, halten sich die Urfahraner vor dem letzten Saisonspiel im Fernduell gegen Königswiesen und Vorderweißenbach selbst noch am Leben.


Als die Partie um 17:00 Uhr von Schiedsrichter Christian Greinecker und seinen Assistenten Lukas Schilcher und Moritz-Josef Spachinger angepfiffen wird, schenken sich die beiden Mannschaften erstmals nichts. Jeder Meter ist hart umkämpft und so mancher Spieler wie Manuel Lindorfer übersteht diese Phase auch nicht ungeschoren. Nach einem hohen Bein eines Gegenspielers muss der Abwehrhüne zwischendurch verarztet werden. Fortan spielt er mit Pflaster, vielleicht schüchtert das die Gegner ein. Kurz darauf gibt es die erste Großchance für die Arnreiter Kicker. Nach einem langen Ball legt Jonas Mittermayer in die Mitte ab. Die Altenberger verabsäumen es, den Ball zu klären und so kommt Thomas Grubhofer an den Ball, wird aber im letzten Augenblick vom heranhechtenden Florian Peyrl am Torerfolg gehindert. Doch auch die Altenberger lassen sich nicht lumpen und setzen Nadelstiche. Als Matthäus Gierlinger sich in der 17. Minute an die Grundlinie durchdribbelt, fällt sein Abspiel dann zu ungenau aus und ist leichte Beute für Dominik Neumüller. Nicht nur am Feld geht es ordentlich zur Sache, besonders der Anhang der Altenberger verwandelt an diesem Spätnachmittag die M-TEC Arena in einen richtigen Hexenkessel, mit Trommeln und Fangesang wird die eigene Mannschaft angefeuert. Die Animationen zeigen Wirkung, denn mit Mitte erster Halbzeit reißen die Gäste die von Blitzschutz Hartl gesponserte Partie an sich. Nach einem Außenristpass höchster Güteklasse von Gästekapitän Simon Mayr ist Matthäus Gierlinger auf und davon. Goalie Neumüller ist aber auf seinem Posten, sprintet heraus und kann seinem Gegenüber den Treffer verwehren. In der 39. Minute verschläft die Arnreiter Abwehrkette einen langen Ball auf Gierlinger, sodass sich dieser erneut mit Dominik "die Krake" Neumüller konfrontiert sieht. Letzterer behält in diesem persönlichen Duell erneut die Oberhand. Es scheint als kann auf Arnreiter Boden nur ein "Hauser" Tore schießen. Im folgenden Konter melden sich die Arnreiter wieder zu Wort. Spielmacher Patrick Aiglstorfer kann auf Jonas Mittermayr durchstecken, der mit seinem scharfen Abschluss aus doch spitzem Winkel Peyrl nicht bezwingen kann. Kurz vor dem Pausenpfiff hat dann auch Grubhofer nach einer Kopfballverlängerung noch einmal die Chance auf 1:0 zu stellen, wieder kann der überzeugend agierende Peyrl den Einschlag verhindern.


Die Altenberger haben ihren letzten Funken Hoffnung auf ein Überleben in der Bezirksliga sicherlich noch nicht aufgegeben, die heutige Aufgabe wird nicht nur von den Spielern sehr ernst genommen. So manchen Berichten zufolge, ist der Altenberger Buschauffeur heute im Anzug angereist. Frisch herausgeputzt kommen sogleich auch die Hauptakteure wieder für die zweite Halbzeit aufs Feld.


Auch Anfang zweiter Halbzeit sind es wieder die Altenberger, die munter nach vorne spielen und Druck auf die Arnreiter ausüben. In einer Kontersituation findet Wolfgang Hartl (nein, nicht der hierorts bekannte Landwirt und Schnapsbrenner) Simon Mayr, ein unnachgiebig zurückarbeitender Grubhofer kann die Kohlen noch aus dem Feuer holen und putzt aus. Auf der anderen Seite hat die nächste Chance der Elf von Trainer Gerhard Ecker Jonas Mittermayr, der dabei auch die Arnreiter Fans verzückt. Mit einem artistischem Fallrückzieher prüft er Florian Peyrl, der Schuss ist aber letztlich zu harmlos. Wenig später ist es dann Grubhofer, der auf seiner komfortablen rechten Seite den Ball in Windeseile nach vorne treibt. Im letzten Drittel vertändelt er aber das Abspiel, wodurch der orange-schwarze Angriffszug sein jähes Ende findet. Die Altenberger können sich natürlich in diesem Match nicht zurücklehnen, Stand jetzt würde das den Gang in die 1. Klasse bedeuten. In der 65. Minute kann dann Florian Kitzmüller mit seinem ersten Saisontreffer die Gäste erlösen, indem er einen nach einer Hereingabe von rechts unzureichend geklärten Ball, vom Sechzehner eiskalt in die Maschen versenkt. Jetzt haben die Altenberger Blut geleckt, keine Minute später machen die Mannen von Neo-Coach Mario Jaksch den Doppelschlag perfekt. Gleich nach dem Anstoß gibt es Unstimmigkeiten im Arnreiter Verteidigungsbund, was Simon Mayr ausnützen kann und den Ball erkämpft. Mit einem tödlichen Doppelpass mit Gierlinger kann er die letzten Gegenspieler ausspielen und anschließend seinen 10. Saisontreffer markieren. Die Altenberger spielen jetzt, von den beiden schnellen Toren beflügelt, wie im Rausch, während deren Fans es wahrscheinlich auch wirklich sind. Florian Kitzmüller befördert einen Freistoß aus gefährlicher Position knapp über das Arnreiter Gehäuse. Souveräne Führung hin oder her, Vorderweißenbach führt derzeit im Parallelspiel mit 2:1 gegen Hofkirchen, was immer noch den Abstieg für Altenberg bedeuten würde. Nichtsdestostrotz lautet das Motto der Altenberger Ultras: "Der ganze Sektor hüpft, olé olé!" Auch Arnreit hat sich noch nicht aufgegeben und startet in den letzten fünfzehn Minuten der Partie wieder einige Offensivbemühungen. Thomas Grubhofer findet sich aus spitzem linken Winkel vor Schlussmann Peyrl, der heute aber alle Arnreiter Aktionen zunichte macht. Auch ein Distanzschuss von Kapitän Manfred Gahleitner bereitet Peyrl keine Probleme. Zehn Minuten vor Schluss schlägt Manuel Lindorfer noch einmal hoffnungsvoll eine Flanke ins Zentrum, der eingewechselte Alexander Engleder kommt jedoch gerade so nicht mehr ran. Zu den Schlussminuten gibt es jetzt leider weniger Notizen, weil mein Schreibblock im einsetzenden Regen sonst nass wird. Sonderlich gefährlich wird es für die Altenberger in diesem Spiel allerdings nicht mehr. Im Gegenteil, in der 89. Minute gelingt den Gästen sogar noch das 0:3, weil Philipp Penn sieht, dass Neumüller etwas zu weit von seinem Tor entfernt steht, und einfach Mal von der Mittellinie ins Blaue zielt. Das entscheidende Highlight der Schlussphase ist allerdings ein anderes. Die Schmankerldorfkicker haben gegen Hofkirchen doch tatsächlich die ursprünglich komfortable 2:0 Halbzeitführung noch aus der Hand gegeben und in der 82. Minute das 2:2 kassiert. Das bleibt natürlich auch bei den Altenberger Fans nicht unbemerkt, die deshalb die M-TEC Arena zum Beben bringen. Als dann Hofkirchen sogar noch in Führung geht, brechen bei den Gästen alle Dämme. Mittlerweile ist die Partie in Arnreit von Schiedsrichter Christian Greinecker bereits für beendet erklärt worden, weshalb so ziemlich das ganze Stadion munter die Ligaportal App aktualisiert. Zwar kann Vorderweißenbach sogar noch in letzter Sekunde auf 3:3 stellen, das ändert aber nichts am Relegationsplatz der Altenberger. Als schließlich die Spiele beider direkter Konkurrenten der Altenberger, (Königswiesen, Vorderweißenbach) beendet sind, und das auch auf Ligaportal kundgegeben wird, ist der Altenberger Freudentanz nicht mehr zu stoppen.


Letztendlich nehmen die Altenberger verdient die drei Punkte und den damit verbundenen Relegationsplatz mit nach Hause. Sie waren heute in vielen Belangen das aggressivere und zielstrebigere der beiden Teams. Während heute vor allem Dominik Neumüller aufgrund seines geschulten Torhüterinstinkts größeren Schaden verhindern konnte, müssen bei Altenberg vor allem Simon Mayr und Matthäus Gierlinger hervorgehoben werden, die an diesem Tag in einem "do or die" Spiel die Altenberger Offensive gehörig ankurbelten. Florian Peyrl stellte sich in diesem Spiel ebenso als sicherer Rückhalt heraus. In Arnreit muss dem Spiel aber nicht nachgetrauert werden, konnte doch der eigene Klassenerhalt schon zwei Tage zuvor durch Fremdhilfe aus Königswiesen fixiert werden. Außerdem hat man mit Beendigung des Spiels wieder einmal den Fairnesspreis der Liga gewonnen und in dieser Saison erneut gezeigt, dass es auch ganz ohne Spielerentgelte und einem Kader voller Eigenbauspieler möglich ist, erfolgreich Bezirksliga zu spielen. Zwar hat man sich in diesem Spiel nicht von seiner Glanzseite gezeigt, die Vorbereitungszeit auf das Spiel war aber wegen der Auswärtsreise nach Julbach am Donnerstag auch eine ziemlich kurze. Altenberg kann es hingegen selbst wohl kaum glauben. Nach einer desaströsen Herbstsaison mit nur sechs Punkten am Konto, hat man es in einer bärenstarken Rückrunde, in der 19 Punkte gesammelt werden konnten, geschafft, sich im letzten Moment auf den rettenden Relegationsplatz zu hieven. Ob die vielen Bemühungen schlussendlich auch Früchte tragen werden, wird sich erst in den beiden Relegationsspielen gegen den SV Lichtenberg, seines Zeichens Tabellendritter der 1. Klasse Nord, herausstellen.


Die Saison konnte also nun trotz zwischenzeitlichem Bangens erfolgreich beendet werden, was an diesem Tag auch in einer ausgelassenen, aber auch verdienten Kantinenparty gipfelte. In beiden Saisonhälften, Frühjahr und Herbst, hat man mit jeweils 14 Punkten, so ziemlich das absolute Minimum an nötigen Punkten für den angestrebten Ligaverbleib erzielt. Das ist bei den begrenzten finanziellen Möglichkeiten trotzdem ein voller Erfolg, womit man nächste Saison die mittlerweile sechste Bezirksliga Saison in Serie antreten wird. Die Saison 22/23 war mit Sicherheit keine für schwache Nerven. Drei verschiedene Trainer schwangen diese Saison in Arnreit das Zepter und allen dreien, Christian Steil, Herbert Zach und Gerhard Ecker gebührt großer Anteil am erfolgreichen Abschneiden. Natürlich sind auch die Spieler selbst für diese Meisterleistung zu loben, weshalb auch ihnen gehörig für eine mitreißende Saison zu danken ist. Den ein oder anderen Heimerfolg mehr, würden die orange-schwarzen Fans aber mit Sicherheit begrüßen. Saisonhighlights in der Hinrunde gab es bei einem furiosen 1:3 Auswärtssieg im Derby gegen Oepping und einem 2:1 Heimsieg im hart umkämpften Derby gegen ungemütliche Lembacher. Auch die zweite Saisonhälfte hatte einiges zu bieten. Der Auswärtserfolg gegen die Union Vorderweißenbach, der einen regelrechten Punkteregen in den folgenden Spielen einleitete war dabei besonders wichtig. Der Kantersieg bei der Auswärtsfahrt nach Königswiesen, sowie der wichtige "Dreier" in Freistadt, waren ebenso Balsam für die orange-schwarze Seele. Diese beiden Spiele bleiben vor allem auch deswegen in Erinnerung, weil gerade hier der Rückhalt der mitgereisten Anhänger enorm zu spüren war, was das Team noch entscheidend für die letzten Saisonspiele gepusht hat. An dieser Stelle noch einmal ein großes Dankeschön an unsere treuen Anhänger, die auch in schwierigen Phasen die Mannschaft stets tatkräftig und zahlreich unterstützten und so einen großen Anteil am letztlich erfolgreichen Abschneiden haben! Jetzt haben sich unsere Burschen eine kurze Auszeit verdient, in der sie die Akkus wieder neu für die nächste schwierige Saison aufladen können. Ganz ohne Höhepunkte wird jedoch auch die Sommerpause nicht vergehen. Der Verein feiert schließlich von 30. Juni bis 2. Juli sein 50-jähriges Bestehen. Hier wird es dementsprechend viel zu feiern geben und wir freuen uns bereits auf euer Kommen. Der geplante Ablauf und das Programm lassen sich auf unserer Website finden. Nur wenig später von 6. bis 9. Juli gibt es ein weiteres Arnreiter Großereignis, das seinesgleichen sucht. Die Rede ist natürlich vom traditionellen Arnreiter Zeltfest zum Schulschlusstermin. Besonders hier muss wieder mit viel Tatendrang in allen Vereinen zu Werke gegangen werden, damit das Event auch heuer unvergesslich wird.


Aufstellungen:


Union M-TEC Arnreit: D. Neumüller, Lindorfer, Furtmüller, Stockinger, M. Gahleitner, Grubhofer, F. Koblmüller, P. Aiglstorfer, Kneidinger, P. Hackl, Mittermayr; (Zoidl, B. Leibetseder, Mauracher, S. Gahleitner, S. Leibetseder, Engleder); Ecker


Gallneukirchen: Peyrl, Altreiter, Peer, Kitzmüller, Hahn, Ortmayr, Mayr, Gierlinger, Ramerstorfer, Hartl, Baumgartner; (Landl, P. Penn, D. Penn, M. Leibetseder, Wolkerstorfer, Brandl); Jaksch



Union Arnreit Reserve - DSG Sportunion Altenberg Reserve 1:4 (0:3)


Nichts zu holen gibt es auch für das Arnreiter Future Team. Gegen den schon im Vorhinein feststehenden Reservemeister aus Altenberg tun sich die Arnreiter Jungspunde von Trainer Georg Lindorfer im ganzen Spiel relativ schwer. In der Anfangsphase kann man mit dem Tempo der Gäste noch gut mithalten, doch in der 25. Minute muss man schließlich den ersten Gegentreffer schlucken. Nach einer Hereingabe von außen schließt der frisch gekürte Torschützenkönig der Saison Tobias Leibetseder (Bezirksliga-Nord Reserve) trocken ins Eck ab. 10 Minuten später stellt Jakob Wolfinger auf 0:2. Zwar haben auch die Arnreiter Möglichkeiten auf einen Anschlusstreffer, doch heute hadert man besonders im Abschluss. Simon Gahleitner trifft aus guter Position am Sechzehner leider den Ball nicht richtig. Kurz vor dem Pausenpfiff fängt sich die junge Mannschaft um Neo-Captain Maximilian Hackl (Du weißt, was das bedeutet.) ein drittes Gegentor durch Manuel Jahn ein. Die Arnreiter versuchen aus der Pause mit frischem Wind zu kommen, werden in ihrem Vorhaben aber unmittelbar in der 50. Minute durch einen zweiten Treffer zum 0:4 von Manuel Jahn ernüchtert. Trotz allem können in der zweiten Halbzeit viele Chancen kreiert werden, lediglich im Abschluss bleibt man weiterhin viel zu ungenau. Nach filigranem Solo von Mathias Hofer schafft es Jan Hofer nicht, Goalie Tobias Landl im Eins-Gegen-Eins zu überwinden. Erst durch einen Strafstoß von Simon Gahleitner kann man den verdienten Anschlusstreffer erzielen. In der Schlussphase ist das Team noch bemüht, weitere Tore zu schießen, letztendlich bleibt es dann aber beim 1:4 Endstand.


Die Arnreiter Reserve hatte diese Saison eine besonders schwierige und landet schlussendlich am letzten Tabellenrang. Im Angesicht des positiven Frühjahrs, wo viele Punkte gesammelt werden konnten und man zwischendurch auch 6 Spiele ungeschlagen war, kann aber im Sommer definitiv auf solidem Fundament aufgebaut werden. Gerade in der zweiten Saisonhälfte hat die extrem junge Mannschaft viel Charakter gezeigt und erst im vorletzten etwas unglücklichem Spiel gegen den direkten Konkurrenten aus Julbach die Chance auf eine bessere Platzierung vergeben.



 


Hier sind noch einige Bilder zum Spieltag vom Arnreiter Star-Fotograf Manfred Lindorfer.








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