• Manuel Lindorfer

Niederlage gegen starke St. Martiner

Am vergangenen Samstag gastierten Arnreits Fußballer im St. Martiner Aubachstadion. Mit der 1b-Mannschaft des OÖ-Ligisten wartete eine junge, technisch versierte und spielstarke Truppe auf die Orange-Schwarzen. Am Ende sollte sich die individuelle Klasse der Gastgeber auch durchsetzen, wenngleich die Gäste aus Arnreit phasenweise ganz gut dagegen halten konnten.


Herrliches Herbstwetter und eine tolle Sportanlage - die Voraussetzungen für einen abwechslungsreichen Fußballnachmittag, sie waren geschaffen. Bei dem Duell zwischen der 1b-Mannschaft der Sportunion St. Martin und den Gästen aus Arnreit könnten die Vorzeichen nicht unterschiedlicher sein. Während die Heimischen mit sechs Siegen aus den ersten sieben Partien auf Tabellenrang Zwei standen, setzte es für die Gäste aus Arnreit ebensoviele Niederlagen, zierten die Orange-Schwarzen das Ende des Klassements.

Die Partie begann dann auch, wie viele erwarteten. St. Martin nahm von Beginn an das Heft in die Hand, Arnreit stand tief, versuchte die Räume für die spielstarken Gastgeber so eng wie möglich zu machen. Das funktionierte auf Seiten der Gäste in der Anfangsphase auch ganz gut, St. Martin fand vorerst kein echtes Mittel gegen die gestaffelt stehende Arnreiter Mannschaft. Die erste Möglichkeiten gehören aber dann doch den Heimischen - zwei Mal findet der Pass in die Tiefe einen Abnehmer, einmal kann Karl Thomas mit vollem Einsatz das 0:1 verhindern, ein weiteres Mal verfehlt der Abschluss sein Ziel. Nach einer ersten Auftauphase versucht dann auch die Gastmannschaft, mit spielerischen Mitteln nach vorne zu kommen. Für ein erstes Ausrufezeichen sorgt Stockinger Lukas, der mit einem strammen Linksschuss allerdings knapp das Tor verfehlt. In der Folge entwickelt sich ein abwechslungsreicher Schlagabtausch, mit gefährlichen Aktionen auf beiden Seiten. Die spielerischen Vorteile, auch das sei hier erwähnt, liegen aber klar auf Seiten der Jung-St. Martiner, die in abgeklärter Art und Weise Ball und Gegner laufen lassen, geduldig auf die sich bietenden Freiräume wartend. Das Arnreiter Spiel an diesem Nachmittag zeichnet sich allerdings dadurch aus, dass es solche Räume oft nicht gibt, sich die hochkarätigen Torchancen auch in Grenzen halten. Als auf Seiten der mitgereisten Zuschauer schon viele mit einem 0:0 zur Halbzeit rechnet, schlagen die St. Martiner gleich doppelt zu. In Minute 40 bringt Arnreit den Ball an der Strafraumgrenze nicht aus der Gefahrenzone, beim anschließenden Lochpass kommt ein St. Martiner Angreifer nach einem Stellungsfehler zum Abschluss. Goalie Karl Thomas kann zwar diesen noch abwehren, der Ball landet aber zentral vor dem Gäste-Tor, wo St. Martins Kapitän Plöderl Andreas nur mehr einschieben muss. Gerade einmal zwei Minuten später schlagen die Heimischen zum zweiten Mal zu. Mahringer Christoph setzt sich gegen zwei etwas zu plump attackierende Arnreiter Abwehrspieler durch und bezwingt Karl Thomas überlegt mit einem schönen Heber (42.). So werden bei einer komfortablen Zwei-Tore-Führung die Seiten getauscht.

Nach Wiederbeginn ist Arnreit gleich zwei Mal unachtsam, starten die Heimischen praktisch mit zwei Torchancen in die zweite Halbzeit, die allerdings beide ungenützt bleiben. Generell scheinen die St. Martiner aber im zweiten Durchgang etwas zurück zu stecken, lassen sie die Gäste aus Arnreit nun mehr gewähren. Die Orange-Schwarzen spielen in dieser Phase engagiert, teilweise sieht das richtig gut aus. So kommen die von Neumüller Wolfgang betreuten Gäste nun auch zu zwingenderen Torchancen. Die ersten davon vergibt Aiglstorfer Kevin, der nach einem Lochpass auf und davon ist, alleine vor Goalie Neumüller allerdings verzieht. Wenig später legt sich Koblmüller Felix die Kugel den Tick zu weit vor, der Heimtormann kann so noch rechtzeitig eingreifen. Dazwischen vergibt St. Martin die Riesenchance auf die Vorentscheidung, als nach einem blitzschnell vorgetragenen Angriff über die linke Seite Mahringer Christoph ideal bedient wird, er aber aus kurzer Distanz das verwahrloste Tor nicht trifft. Auf der Gegenseite kann Goalie Neumüller mit einem guten Reflex den Arnreiter Anschlusstreffer verhindern, als Aiglstorfer Kevin ihn mit einer Direktabnahme nach Gahleitner-Maßflanke prüft. Die Arnreiter können sich in punkto Einsatz und Willen wohl nichts vorwerfen, der letzte Treffer des Tages sollte aber dann wieder auf der falschen Seite fallen. Praktisch mit dem Schlusspfiff bugsiert Lindorfer Manuel einen weiten Ball per Kopf ins eigene Tor. Dem vorausgegangen war ein Missverständnis mit Tormann Karl Thomas, der bei der eigentlichen Rückgabe letztlich tatenlos zusehen musste.

So endet das Spiel nach einer couragierten Leistung mit einer 0:3-Niederlage. Der Sieg für St. Martin geht zweifellos in Ordnung, allerdings können auch die Gäste - abgesehen vom Resultat - einiges aus dieser Partie mitnehmen. Spielerisch waren schon einige gute Ansätze zu sehen, über weite Strecken bot man einer abgeklärten St. Martiner Mannschaft Paroli. Die Gegentreffer vielen einmal mehr aus individuellen Fehlern, die es künftig zu vermeiden gilt. Die Herbstsaison biegt nun langsam aber sicher auf die Zielgerade ein, bei noch fünf verbleibenden Spielen müssen die Orange-Schwarzen versuchen, möglichst viele Punkte einzuhamstern. Ein leichtes Unterfangen wird es keinesfalls, geht es auch für die anderen Mannschaften buchstäblich ums Überleben, aber "Aufgeben" ist im Arnreiter Lager ein Fremdwort. Am kommenden Sonntag, 12. Oktober, empfängt unsere Mannschaft auf heimischer Anlage die Union Reichenthal, die am vergangenen Wochenende inferiore Peilsteiner mit 6:1 vom Platz fegten. Gespielt wird wie gewohnt um 14:00 Uhr (Reserve) und um 16:00 Uhr (Kampfmannschaft).

Hier die restlichen Ergebnisse aus Runde 8:

Feldkirchen/D. - Sarleinsbach 1:2 (0:0)

Klaffer - Aigen/Schlägl 1:4 (1:3)

Reichenthal - Peilstein 6:1 (1:1)

Kollerschlag - Hellmonsödt 0:3 (0:0)

Schenkenfelden - Ulrichsberg 0:2 (0:0)

St. Stefan - Neustift/O. 2:2 (1:1)


 

Spielbericht des oö. Fußballverbandes

Arnreits Patrick Aiglstorfer im Duell mit St. Martins Daniel Gattringer

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