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  • AutorenbildManuel Lindorfer

Heimklatsche gegen Spitzenreiter

Eine bittere 1:5-Niederlage setzte es für die Orange-Schwarzen im letzten Heimspiel vor der Winterpause gegen den UFC Eferding. Obwohl die Hausherren dem überlegenen Tabellenführer insbesondere im ersten Durchgang durchaus Paroli boten und sogar in Führung gingen, setzte sich der große Favorit nicht zuletzt aufgrund von vier Standardtoren in Halbzeit zwei zwar verdient, im Ergebnis jedoch zweifelsohne zu hoch durch.


Im letzten Heimspiel des Jahres empfingen die Orange-Schwarzen den unangefochtenen Tabellenführer der Bezirksliga Nord. Der UFC Eferding hielt im Vorfeld dieses Aufeinandertreffens bei beachtlichen zehn Siegen aus elf Spielen und ebenso vielen Punkten Vorsprung auf den ersten Verfolger Freistadt. Die Favoritenrollen waren also klar verteilt, alles andere als ein Erfolg der Gäste käme wohl einer faustdicken Überraschung gleich. Knapp 200 Zuseher wollten sich dieses Duell zwischen David und Goliath in der Arnreiter M-TEC Arena trotz bescheidener Witterungsbedingungen nicht entgehen lassen.


Auf dem teilweise schwierig zu bespielenden, weil aufgrund des Regens sehr tiefen Untergrunds, erwischten die Hausherren einen recht guten Start in dieses vom Papier her ungleiche Kräftemessen. Die Orange-Schwarzen agierten aus einer sicher stehenden Defensive heraus und konnten so den Gästen aus Eferding zu Beginn prompt etwas den Wind aus den Segeln nehmen. Auch den ersten Abschluss in diesem Spiel konnten die Gastgeber für sich verbuchen: Dominik Kneidinger probiert es nach knapp zehn Minuten aus der zweiten Reihe, befördert das Spielgerät aber einen guten Meter über den Kasten von Eferdings Schlussmann Philipp Bolda. Die Hiesl-Elf versucht vorerst den Arnreiter Abwehrriegel über die Flügel zu knacken, hat dabei aber nur bedingt erfolgt. Entweder finden die Hereingaben in den Strafraum der Hausherren keinen Abnehmer, oder aber die Offensivbemühungen können rechtzeitig von der orange-schwarzen Hintermannschaft eingedämmt werden. Während der Tabellenführer nach wie vor auf seinen ersten Abschluss wartet, muss sich UFC-Goalie Bolda nach gut fünfzehn Minuten gehörig strecken, um eine etwas verunglückte Grubhofer-Flanke über den Querbalken zu drehen. Wenig später packt die Nummer eins der Eferding auch bei einem etwas zu harmlosen Versuchs von Jakob Simader sicher zu. Nach etwas mehr als zwanzig Minuten kann aus Arnreiter Sicht durchaus positiv Bilanz gezogen werden. Man lässt defensiv kaum etwas zu und setzt nach vorne immer wieder Nadelstiche. Erst nach einer halben Stunde tauchen die Gäste in Person von Andreas Buchroither sowie Raphael Kapsamer erstmals gefährlich in der Nähe des gegnerischen Tores auf, ohne aber Schlussmann Dominik Neumüller ernsthaft in die Bredouille zu bringen. Fünf Minuten vor dem Pausenpfiff von Schiedsrichter Andreas Fölser brandet dann erstmals an diesem Nachmittag Jubel in der M-TEC Arena auf. Nach einem Freistoß aus dem Halbfeld von Kapitän Manfred Gahleitner steigt Patrick Aiglstorfer auf Höhe des Elfmeterpunktes höher als zwei seiner Bewacher und Goalie Philipp Bolda und befördert den Ball per Kopf zur vielumjubelten Arnreiter Führung in die Maschen. Der Underdog führt, die Freude darüber währt allerdings nicht allzu lange, denn Eferding schlägt noch vor dem Seitenwechsel postwendend zurück. Ein Schuss von Roman Eckmayr aus gut und gerne fünfundzwanzig Metern findet sehr zum Leidwesen der Orange-Schwarzen den Weg ins linke untere Eck (44.). Der Favorit gleicht mit der ersten nennenswerten Gelegenheit aus, womit zum Ende der ersten Spielhälfte praktisch wieder alles auf Anfang steht.


Nach dem Seitenwechsel ändert sich am Spielgeschehen vorerst nicht allzu viel, wenngleich die Gäste mit zunehmender Spieldauer immer mehr die Initiative ergreifen. Arnreit verteidigt jedoch vorerst weiterhin geschickt und hält so den UFC über weite Strecken vom eigenen Tor fern. Zehn Minuten nach Wiederbeginn gehen die Gäste dann aber nach einem Eckball in Führung. Arnreits Schlussmann Dominik Neumüller kann eine Buchroither-Hereingabe nur auf Raten klären, Nutznieser im daraus resultierenden Durcheinander Eferdings Roland Meister, der aus kurzer Distanz das Spielgerät über die Linie bugsiert (55.). Der Favorit hat das Spiel gedreht, und nur sorgt nur vier Minuten später bereits für eine Vorentscheidung. Nach einem Foulspiel im Arnreiter Strafraum entscheidet Schiedsrichter Fölser folgerichtig auf Strafstoß. Eine Chance, die sich Eferdings Topscorer Silvio Hemmelmayr nicht entgehen lässt, er schickt Goalie Neumüller in die falsche Ecke und verwandelt sicher zum 3:1 (59.). Die Gäste werden mit dem komfortablen Vorsprung fortan deutlich selbstbewusster und haben das Geschehen über weite Strecken fest im Griff, während die Hausherren noch einmal alles versuchen, um den Anschlusstreffer zu erzielen. Die größte Chance dazu finden die Orange-Schwarzen nach etwas mehr als einer Stunde vor, als Thomas Grubhofer auf rechts auf und davon ist, der in der Mitte mitgelaufene Kevin Aiglstorfer jedoch haarscharf nicht an die Hereingabe herankommt. Praktisch im Gegenzug vergibt Eferdings Raphael Kapsamer nach einer sehenswerten Kombination freistehend vor Goalie Neumüller, er setzt den Ball wenige Zentimeter neben den linken Pfosten. In der 78. Spielminute macht er es dann aber besser. Wiederum ist es ein Eckball - dieses Mal von der linken Seite - den Arnreits Schlussmann und seine Verteidigung nicht entscheidend geklärt bekommen, Kapsamer steht goldrichtig und braucht nur den Fuß hinhalten. Damit ist aus Sicht der Gäste der Deckel endgültig drauf, kurz vor Spielende gibt es dann aber zu allem Überfluss ein zweites Mal an diesem Nachmittag Strafstoß für die Hiesl-Elf. Abermals ist die Entscheidung diskussionslos, den fälligen Elfmeter verwandelt Roman Eckmayr souverän zum 5:1. Nach Ablauf der dreiminütigen Nachspielzeit erlöst Schiedsrichter Fölser die Orange-Schwarzen mit dem Schlusspfiff, endet das Duell mit dem Tabellenführer schlussendlich mit einem deutlichen Erfolg der Favoriten.


Auch wenn sich die Gäste am Ende aufgrund ihrer individuellen Klasse verdientermaßen durchsetzen konnten, viel das Ergebnis aus orange-schwarzer Sicht zweifelsohne zu hoch aus. Insbesondere im ersten Durchgang machte man dem Tabellenführer das Leben phasenweise schwerer als erwartet, in Durchgang zwei sorgten dann vier Standardsituationen für einen letztlich deutlichen Erfolg des Favoriten. Für die Mannschaft von Trainer Gerhard Ecker gilt es nun auf die Leistung aus der ersten Halbzeit aufzubauen und die positiven Eindrücke mitzunehmen in das letzte Spiel vor der Winterpause. Am kommenden Samstag, den 11. November, wartet mit dem Gastspiel in Haibach ein richtungsweisendes Spiel auf Kapitän Manfred Gahleitner und Co. Für beide Mannschaften geht es in diesem Spiel nicht nur darum, sich mit einem Erfolgserlebnis in die fußballfreie Zeit zu verabschieden, sondern auch um immens wichtige Punkte im Abstiegskampf.


Bezirksliga Nord, Runde 13

UFC Haibach vs. Union M-TEC Arnreit

Samstag, 11. November

11:45Uhr (1b) | 14:00 Uhr

Hoamat Arena Haibach



Reserve: Arnreit - Eferding 2:2 (0:2)


Tolle Moral bewies die Mannschaft von Trainer Georg Lindorfer, die gegen die Gäste aus Eferding einen 0:2-Rückstand wettmachen und sich so einen letztlich nicht unverdienten Punkt sichern konnte. Die Hausherren begegneten der Elf aus der Gemüseregion bereits im ersten Spielabschnitt durchaus auf Augenhöhe, ließen jedoch einige aussichtsreiche Möglichkeiten ungenützt und bekamen nach einer knappen halben Stunde in Person von Rinor Kabashi die Rechnung dafür präsentiert (29.). Als kurz vor dem Pausenpfiff von Schiedsrichter Sadoun Hilal die Gäste durch Luca Schiefersteiner sogar auf 2:0 erhöhen konnten, rückte ein Punktgewinn aus orange-schwarzer Sicht zwischenzeitlich bereits in weite Ferne. In der Halbzeitpause dürfte Coach Lindorfer jedoch die richtigen Worte gefunden haben, denn seine Mannschaft unterstrich in Durchgang zwei eindrucksvoll, dass sie sich keineswegs vorzeitig geschlagen geben würde. Es dauerte jedoch bis zur 70. Minute, ehe dank des Anschlusstreffers von Jan Hofer wieder Hoffnung im Arnreiter Lager aufkam. Nur zehn Minuten später war es abermals Hofer, der - dieses Mal vom Elfmeterpunkt - für seine Mannschaft ins Schwarze traf und so den 2:2-Endstand besorgte. In der Schlussphase passierte dann beiderseits nicht mehr allzu viel, wodurch die Begegnung nach neunzig Minuten mit einer alles in allem gerechten Punkteteilung endete.


 


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