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  • Autorenbildjan Hofer

Bittere Nullnummer beim Kräftemessen mit Wartberg

Nach einer zuletzt spielfreien Runde können die Arnreiter Kicker am Samstag leider nicht den erhofften Punktegewinn auf heimischer Anlage erzwingen. Mangelnde Effizienz im Abschluss und eine gewisse Abgebrühtheit der Gästemannschaft versalzen der Ecker-Elf am Osterwochenende die Suppe, was aufgrund des sonst wirklich überzeugenden und leidenschaftlichen Auftretens besonders ärgerlich ist.


Die wenig einladenden, niedrigen Temperaturen halten 150 wetterfeste Zuseher am Karsamstag nicht davon ab, die M-TEC Arena in Arnreit zu besuchen. Die Ausgangslage in der von WEBER Bau gesponserten 17. Bezirksliga Runde ist für die Heimischen klar. Um sich wieder etwas Luft im Abstiegskampf zu verschaffen, braucht es gegen den unangenehmen Gegner aus Wartberg ob der Aist einen Punktezuwachs. Nach einer zuletzt buchstäblich ins Wasser gefallenen Auswärtsfahrt nach Königswiesen sind die Arnreiter (12. Tabellenrang) umso mehr darauf angewiesen, nicht den Anschluss an die Konkurrenz zu verlieren. Die Gästemannschaft von Trainer Tomislav Proleta steht dieses Jahr nach zuletzt schwierigeren Saisonen solide da und braucht sich mit 21 Punkten und dem daraus resultierenden 8. Tabellenrang wenig Sorgen um einen drohenden Abstieg zu machen. Während die Arnreiter noch auf ihr erstes Punktemaximum in der Rückrunde warten, haben die Gäste aus dem Unteren Mühlviertel mit zwei Siegen in drei Partien bereits wichtige 3er einfahren können.


Schiedsrichter Florian Klaffenböck, der von Herbert Koblmüller und Christian Dumhart assistiert wird, pfeift die Begegnung pünktlich um 16:00 an und die beiden Mannschaften können in den folgenden 90 Minuten zeigen, was sie sich vorgenommen haben. In der Anfangsphase der Partie sind beide Teams sichtlich bemüht, wirklich Nennenswertes sieht dabei aber noch nicht heraus. Das interessanteste Produkt der Anfangsphase sind Handspielreklamationen im Arnreiter Strafraum, die aber vom Schiedsrichterteam weggewinkt werden. Schöne Ballstafetten werden da wie dort durch Unkonzentriertheiten und schlampige Fehler zunichte gemacht. Wirkliche Chancen sind im Spiel anfangs Mangelware. Die Kicker aus Wartberg haben leichte spielerische Vorteile, können diese aber nur in harmlose Hereingaben und zentrale Schüsse, mit denen Goalie Klemens Neumüller keine Probleme hat, ummünzen. Mit den sich ab und an ergebenden Kontersituationen wirkt die Heimmannschaft rund um Kapitän Manfred Gahleitner gefährlicher, als die noch stachellose Offensive der Wartberger. In der 20. Minute können die Orange-Schwarzen in Person von Michael Furtmüller die erste gute Möglichkeit im Spiel verzeichnen. Sein Distanzschuss geht aber knapp rechts am Tor vorbei. Es fällt auf, wie sich die Arnreiter zusehends bessere Torchancen erarbeiten können. 32 Minuten nach Anpfiff kann Michael Furtmüller nach einer butterweichen Flanke von Lukas Stockinger den Ball leider nicht im Tor unterbringen. Wenige Minuten später taucht plötzlich Kevin Aiglstorfer nach schönem Steilpass von Patrick Aiglstorfer allein vor dem Kasten von Gästekeeper Mario Hofer auf, doch sein Schuss verfehlt das Ziel weit. Eine Führung wäre für die Arnreiter Jungs mittlerweile verdient, aber bis jetzt schafft man es nicht, sich selbst zu belohnen. Bis auf ein schönes Solo von Christoph Kasbauer im Mittelfeld, das nur durch einen harmlosen Schuss vollendet wird, wirkt die Proleta-Elf hingegen ziemlich blass. Der Saisonverlauf zeigt aber, dass die Wartberger nicht zu unterschätzen sind. Kurz vor der Pause schickt Patrick Aiglstorfer erneut Kevin Aiglstorfer (Die beiden scheinen zu harmonieren. Sie kennen sich vermutlich schon etwas länger.) auf die Reise. Dieser wiederum bedient im Strafraum Michael Furtmüller, dessen Abschluss leider erneut das Tor knapp verfehlt.


Nicht nur die Spieler haben sich jetzt eine kurze Verschnaufpause verdient, auch die treue Anhängerschaft hat in der Halbzeitpause die Gelegenheit, ihre Getränkebecher wieder aufzufüllen. Passend zum kühlen Wetter gibt es diesmal auch Tee, der vom fleißigen Kantinenteam um Theresia Seltenhofer zubereitet wird.


Nach dem Pausentee geht es direkt mit der zweiten Halbzeit und hoffentlich auch mit Spannungsmomenten weiter. Die kurze Unterbrechung scheint den Mannen von Trainer Gerhard Ecker nichts ausgemacht zu haben, denn sie haben weiterhin die besseren Tormöglichkeiten. Nach einer Kopfballverlängerung von Felix Koblmüller trifft Paul Hackl in aussichtsreicher Position leider den Ball nicht richtig. Die Arnreiter schaffen es gelegentlich mithilfe von Einwürfen im vorderen Drittel gefährlich zu werden. In Minute 58 greift Patrick Aiglstorfer in die Trickkiste, lässt einen Gegenspieler mit einer tollen Finte stehen und spielt auch einen schönen Steilpass auf Furtmüller, der aber vorm Tor noch durch die Wartberger Verteidigung gestoppt werden kann. Die Arnreiter sind in die zweite Halbzeit gut gestartet und haben jetzt auch mehr Ballbesitz, als in der Anfangsphase der Begegnung. Vor allem Felix Koblmüller und Patrick Aiglstorfer strahlen im Arnreiter Mittelfeld Ruhe und Sicherheit aus. Wartberg setzt jetzt vermehrt auf Konter, die aber meist im Keime erstickt werden können. Die Kreativabteilung aus Arnreit kann sich weitere Chancen erspielen, doch es scheitert wieder an der Verwertung. Minute 65 liefert die nächste Torgelegenheit. Nach Flanke von Manuel Lindorfer schafft es Kevin Aiglstorfer nicht, den Ball aufs Tor zu setzen. Kurz darauf kann auch Wartberg wieder Akzente setzen. Lukas Frauenberger kann seinen Bewachern entfliehen, seine Hereingabe findet aber keinen Mitspieler. Die vermutlich beste Chance im Spiel bis dato haben dann die Heimischen in Minute 68, als Lukas Stockinger wieder den Ball perfekt in die Mitte bringt, dieser dort aber von Michael Furtmüller verstolpert wird. Auf den Rängen verbreitet sich mittlerweile schon eine böse Vorahnung zum Ausgang des Spiels. Gibt es da nicht eine alte Fußballweisheit? Und natürlich tritt das Prophezeite auch ein. Wie aus dem Nichts taucht Christoph Kasbauer in der 76. Minute vor dem Arnreiter Gehäuse auf. Der erste Abschluss kann vom Torwart noch abgewehrt werden, doch Kasbauer legt, anstatt selbst zu vollenden, den Abpraller klug auf den zwei Minuten zuvor eingewechselten David Mauß ab, der ohne große Mühe den Angriffszug mit einem Torerfolg krönt. Dieses Tor trifft die Arnreiter Mannschaft und natürlich auch die Anhängerschaft mittens ins orange-schwarze Herz. Nur drei Minuten später hat Lukas Frauenberger auf der Seite zu viel Platz und kann bis in den Strafraum dribbeln. Er legt schließlich uneigennützig auf Kasbauer ab, dessen Schuss nur mehr durch ein, wenn auch unabsichtliches, regelwidriges Handspiel der Arnreiter Hintermannschaft gestoppt werden kann. Der fällige Elfmeter wird sensationell von Klemens Neumüller pariert und mit vereinten Kräften kann der Abpraller zum Eckball geklärt werden. Diese Wende könnte das Comeback des Heimteams einleiten, doch nicht heute. Der ohnehin schon gebrauchte Nachmittag lässt das Arnreiter Gemüt nicht zur Ruhe kommen, denn das Leder liegt nach dem fälligen Eckball zum zweiten Mal an diesem Tag im Arnreiter Tor. Die Arnreiter Verteidigung schafft es nicht den Eckball konsequent zu klären, wodurch Christoph Kasbauer den Ball ins Tor stochern kann. Damit markiert der Stürmer der Wartberger seinen bereits 8. Saisontreffer. Dieser zweite Treffer beendet jegliche Arnreiter Hoffnungen auf einen Punktegewinn. In der Schlussphase schafft man es auch nicht mehr die Abwehr der Freistädter nennenswert zu fordern. Vielmehr spielt jetzt die Proleta-Mannschaft, durch die beiden Treffer angespornt, frei auf. In Minute 88 hat sie sogar noch die Möglichkeit aufs 3-0, aber Kasbauer verabsäumt es, eine Flanke von Iwan Windhager zu verwerten. Am Ende gibt es noch zwei ereignislose Minuten Nachspielzeit, woraufhin Schiedsrichter Klaffenböck den Schlussstrich setzt.


Am Ende muss man von einer besonders schmerzhaften Niederlage sprechen, weil man vor dem Tor nicht konsequent genug war. Die vielen Chancen konnten am Ende in nichts Zählbares verwandelt werden. Mit der dargebotenen Leistung kann man das Feld aber sicherlich erhobenen Hauptes verlassen. Gerade in Einsatzbereitschaft und Leidenschaft zeichneten sich die Arnreiter Kicker an diesem Karsamstag aus. Den Zuschauern wurden einige gute Spielzüge geboten und auch zweikampftechnisch war das Team großteils zur Stelle. Besonders Felix Koblmüller zeigte an diesem Tag seine Qualitäten und überzeugte mit Ruhe und Übersicht im Zentrum. Bei den Wartbergern muss die Coolness hervorgehoben werden. Auch in Druckphasen des Gegners zog man den eigenen Matchplan konsequent durch und sicherte sich damit am Ende die drei Punkte in der Fremde. Schlüsselspieler für die Auswärtsmannschaft war an diesem Tag Christoph Kasbauer, der beinahe bei allen Offensivaktionen seines Teams maßgeblich beteiligt war und auch ein Tor erzielte.


Für die Arnreiter gilt es jetzt nach vorne zu blicken und auf die erbrachte Leistung aufzubauen, denn der nächste Gegner Julbach steht schon mit einem heißen bezirksinternen Derby vor der Tür. Gespielt wird am Samstag, 15. April, wobei der genaue Spielort aufgrund der schlechten Platzverhältnisse in Julbach noch nicht bekannt ist. Die beiden Reservemannschaften spielen um 13:45 Uhr und die Kampfmannschaften bieten sich um 16:00 Uhr die Stirn.


Aufstellungen:


Arnreit: K. Neumüller, Lindorfer, Mauracher, F. Koblmüller, K. Aiglstorfer, P. Aiglstorfer, Furtmüller, Mittermayr, Stockinger, M. Gahleitner, Hackl; (Zoidl, Grubhofer, S. Gahleitner, M. Koblmüller, Kneidinger, Engleder)


Wartberg o. A.: Hofer, Stefan, Dollhäubl, Fragner, Windhager, Kasbauer, Schmollmüller, Frauenberger, Schmutz, Montri, Rogl; (Weiss, Kaar, Mauß, Seiberl, Sahin)


Bezirksliga Nord, Runde 18

Union Thaller Fassaden Julbach vs. Union M-TEC Arnreit

Samstag, 15. April

13:45 Uhr (1b) | 16:00 Uhr

Meran Stadion Julbach



Reserve: Arnreit – Wartberg o. A. 1:3 (0:2)


Nachdem zuletzt gegen Oepping gelungenem Erfolg, will die Arnreiter Reserve-Mannschaft mit Spielertrainer Georg Lindorfer jetzt darauf gegen Wartberg aufbauen. Dass dies keine einfache Aufgabe werden wird, ist angesichts des starken Gegners, die Wartberger sind der Ligaprimus, klar. Die beiden Mannschaften sind sich im ersten Durchgang weitgehend ebenbürtig, allerdings können die Wartberger mithilfe eines Kopfballtreffers von Philipp Pilgerstorfer nach einem Eckball in Führung gehen. In Minute 35 kann Kevin Kuttner einen Fehler in der Arnreiter Defensive ausnützen und die Führung auf 2-0 ausbauen. Auch auf Seiten der Arnreiter verzeichnet man einige große Chancen. Einen Schuss von Simon Gahleitner nach kluger Vorlage von Felix Pieslinger können die Wartberger Verteidiger gerade noch auf der Torlinie abwehren. In der zweiten Halbzeit versuchen die Arnreiter Youngsters noch einmal den Gegner in Bedrängnis zu bringen und spielen sich einige gute Torgelegenheiten heraus. In Minute 68 gelingt schließlich der fällige Anschlusstreffer in Form eines Elfmeters von Simon Gahleitner. Das gibt Auftrieb, um vielleicht noch den wichtigen Ausgleichstreffer zu erzielen. Doch in Minute 74 kann Wartberg nach einem Eckball und einer Direktabnahme von Alexander Lindmeir wieder den Zwei-Tore-Vorsprung herstellen. Am Ende steht die Lindorfer-Elf leider mit leeren Händen da, die Leistung gegen den Tabellenführer ist aber sicher zufriedenstellend und man ist für die nächste Aufgabe, die Partie gegen die Julbacher Reservemannschaft, guter Dinge, dass es mit einem Punktegewinn auswärts klappen könnte.


 



Hier noch ein paar visuelle Eindrücke zur Kampfmannschaftspartie.













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