Derbysieg gegen Putzleinsdorf

Ein großer Schritt in Richtung Klassenerhalt gelang der Elf von Coach Thomas Dollhäubl am vergangenen Samstag. Im vorletzten Heimspiel der Saison rang der Aufsteiger die DSG Union Putzleinsdorf hauchdünn mit 1:0 nieder, und kann nach dem elften "Dreier" in der laufenden Spielzeit wohl langsam aber sicher davon ausgehen, auch nächstes Jahr in der Bezirksliga Nord auf Punktejagd zu gehen.

Ein alles in allem mäßiges Fußballspiel lebte über weite Strecken von der Spannung

Im vorletzten Heimspiel der Saison stand für die Orange-Schwarzen aus Arnreit mit dem Duell gegen Putzleinsdorf das letzte Derby der Saison auf dem Programm, und zugleich ein Spiel, welches aufgrund der tabellarischen Ausgangslage im Vorfeld kaum für mehr Brisanz sorgen könnte. Für beide Mannschaften galt das Motto "verlieren verboten", ging es doch für beide Seiten um wichtige Punkte im Kampf um den Klassenerhalt.

Knapp 400 Zuseher wollten sich den Abstiegskrimi drei Runden vor Saisonende nicht entgehen lassen, und wurden dabei beinahe Augenzeuge eines Arnreiter Traumstartes. Nur wenige Minuten waren gespielt, als Patrick Aiglstorfer nach einem langen Abschlag von Goalie Dominik Neumüller den Schlussmann der Gäste überhebt, sein Abschluss jedoch in letzter Sekunde noch von einem Abwerhspieler von der Linie gekratzt werden kann. Da auch sein Bruder Kevin im zweiten Versuch den Ball nur hauchdünn über den Querbalken setzt, bleibt es vorerst beim Stand von 0:0. So vielversprechend der Auftakt in dieses bezirksinterne Kräftemessen war, so sehr verflachte das Spielgeschehen in weiterer Folge. Beiden Mannschaften war ob der Bedeutung des Spiels eine gewisse Verunsicherung anzumerken, dazu kamen auf beiden Seiten zahlreiche unnötige Ballverluste und Abstimmungsprobleme, die allesamt ihren Beitrag zu einem gelinde gesagt eher mäßigen Fußballspiel lieferten. In einem Spiel, das auf beiden Seiten geprägt war von viel Krampf und Kampf, waren überdies hinaus Chancen hüben wie drüben Mangelware. Während die Hausherren in Person von Thomas Grubhofer, der nach einem etwas zu kurz geratenen Klärungsversuch der Putzleinsdorfer Hintermannschaft das Runde doch deutlich über das Eckige setzt, nur eine weitere Torchance verzeichnen können, wird auch Putzleinsdorf im ersten Spielabschnitt durch einen Coric-Freistoß, der zur sicheren Beute von Goalie Dominik Neumüller wird, nur ein einziges Mal gefährlich vor dem gegnerischen Tor vorstellig. Die logische Konsequenz einer letztlich enttäuschenden ersten Halbzeit beider Mannschaften ist der Pausenstand von 0:0, mit dem nach ereignisarmen 45 Spielminuten die Seiten gewechselt werden.

Auch im zweiten Spielabschnitt änderte sich am Spielgeschehen vorerst wenig, wenngleich die Orange-Schwarzen nach gut einer Stunde etwas besser in die Partie fanden. Chancen waren bis zur 63. Spielminute allerdings auf beiden Seiten weiterhin Mangelware. In eben besagter Spielminute leistet sich Putzleinsdorfs Clemens Peer ein letztlich folgenschweres Blackout: Seine viel zu kurz geratene Rückgabe auf Schlussmann Fabian Magauer wird zur idealen Vorlage für den gut antizipierenden Tobias Koblmüller, der die Situation am schnellsten übernasert und den Ball im verwaisten Gehäuse unterbringt. Mit einer glücklichen Führung im Rücken agieren die Hausherren in Folge etwas befreiter, wirklich besser wird das Spiel dadurch aber ingesamt nicht. Putzleinsdorf rennt über weite Strecken vergebens dem knappen Rückstand hinterher, wie den Hausherren fehlt aber auch der Magauer-Elf im Spiel nach vorne die nötige Durchschlagskraft. Mit Ausnahme eines Aichbauer-Kopfballes, der von einem Abwehrspieler geblockt wird, und einem Wögerbauer-Schuss, den Goalie Dominik Neumüller sicher parieren kann, geht von den Gästen auch im zweiten Spielabschnitt kaum Gefahr aus. Gleiches gilt für die Heimelf, die in der letzten halben Stunde durch Tobias Koblmüller und Kevin Aiglstorfer noch zwei nennenswerte Abschlüsse zu Stande bekommt. Da die Gastgeber jedoch auch die fünfminütige Nachspielzeit trotz einer Putzleinsdorfer Drangphase unbeschadet überstehen, bleibt es am Ende bei einem knappen Sieg für die Mannen von Coach Thomas Dollhäubl, die damit wohl einen großen Schritt in Richtung Klassenerhalt machen.

Mit dem elften Dreier in der laufenden Spielzeit können Kapitän Manfred Gahleitner und Co. den Vorsprung auf die Abstiegsränge weiter ausbauen, und zwei Runden vor Schluss hat der Aufsteiger damit beste Karten im Hinblick auf den Ligaverbleib. Auch wenn der Sieg gegen Putzleinsdorf keineswegs aufgrund einer spielerischen Glanzleistung in Erinnerung bleiben wird, umso wichtiger sind aus Arnreiter Sicht die drei Punkte, die der knappe 1:0-Erfolg mit sich bringt. Mit 33 Zählern ist zwei Runden vor Saisonende rein rechnerisch Relegationsplatz 12 zwar noch nicht ganz ausgeschlossen, nichtsdestotrotz können sich die Orange-Schwarzen aber langsam aber sicher darauf einstellen, auch nächste Saison in der Bezirksliga Nord auf Punktejagd zu gehen. In den beiden noch ausstehenden Duellen mit Haibach und Hellmonsödt können die Mannen von Coach Thomas Dollhäubl zweifelsohne etwas befreiter auftreten - und wer weiß, vielleicht ist dadurch ja noch der eine oder andere Punktgewinn möglich. Das letzte Auswärtsspiel dieser Saison bestreitet der Aufsteiger am kommenden Sonntag, 2. Juni beim UFC Haibach. Die Haibacher haben den Klassenerhalt schon seit der Vorwoche fix in der Tasche, werden jedoch vor heimischem Publikum alles daran setzen, um vielleicht noch den Sprung unter die Top-4 zu schaffen. Die Orange-Schwarzen hingegen werden noch einmal alle Kräfte mobilisieren, um mit einem möglichen Punktgewinn auch die letzten Zweifel im Hinblick auf den Klassenerhalt zu beseitigen. Los geht's am kommenden Sonntag mit dem Spiel der beiden Reservemannschaften um 15:00 Uhr, ehe um 17:00 Uhr das Duell der beiden Kampfmannschaften folgt.





Reserve: Arnreit - Putzleinsdorf 1:0 (1:0)

Einen ebenso knappen wie hochverdienten Heimerfolg konnte die Elf von Coach Clemens Flandorfer im Duell mit dem Tabellenneunten aus Putzleinsdorf verbuchen. Die Gastgeber um Kapitän Manuel Altenhofer boten dabei über neunzig Minuten hinweg eine ambitionierte Leistung, und hätten sich letzten Endes durchaus einen deutlich höheren Sieg verdient gehabt. Bereits im ersten Spielabschnitt ließen die Hausherren jedoch einige Hochkaräter liegen, der Führungstreffer in der 28. Spielminute durch Paul Hackl war zu diesem Zeitpunkt längst überfällig. Auch in Durchgang zwei waren die Heimischen gegen eine junge Putzleinsdorfer Elf klar die tonangebende Mannschaft, ein weiterer Treffer war den Orange-Schwarzen trotz einiger vielversprechenden Abschlussaktionen an diesem Nachmittag jedoch nicht vergönnt. So blieb es am Ende bei einem knappen jedoch mehr als verdienten Heimerfolg für Kapitän Manuel Altenhofer und Co., die dadurch zwei Runden vor Ende der Meisterschaft sogar noch die Chance haben, zum Sprung auf Stockerlplatz drei anzusetzen.